17.06.2019

Eichenprozessionsspinner

 

 

Aus gegeben Anlass möchte die Gemeinde Ascheberg die Öffentlichkeit über das aktuelle Vorgehen bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners informieren. In diesem Jahr werden aufgrund der wiederholt günstigen Witterungsbedingungen auffällig viele Nester dieser Tiere festgestellt. Problematisch ist, dass die Raupen ab dem dritten Larvenstadium (April, Mai, Juni) giftige Brennhaare ausbilden, die für Menschen und Haustiere bei Kontakt gesundheitsschädlich sind und heftige allergische Reaktionen verursachen können.

Die Gemeinde Ascheberg hat in diesem Jahr bereits prophylaktisch den Eichenprozessionsspinner in besonders gefährdeten Bereichen (Schulhöfe, Kindertagesstätten, Spielplätze, etc.) mit Unterstützung einer ortsansässigen Fachfirma bekämpft. Auf eine flächendeckende Prophylaxe im gesamten Gemeindegebiet wurde im Hinblick auf die weiteren Lebewesen bzw. Insektenarten in den möglicherweise betroffenen Bäumen verzichtet. Diese Vorgehensweise wurde im Vorfeld mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Coesfeld abgestimmt.

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners wird durch die Tiefbauabteilung der Gemeinde für alle öffentlichen Flächen koordiniert, wobei nur an den besonders gefährdeten Bereichen (Schulhöfe, Kindergärten, Spielplätze, etc.)  eine Bekämpfung durch eine Fachfirma beauftragt wird. Alle übrigen Bereiche werden von den Mitarbeitern des Bauhofes überprüft. Erst dann wird entschieden, ob

a) es sich um einen öffentlichen Baum / eine öffentliche Fläche handelt,

b) eine Bekämpfung überhaupt notwendig bzw. möglich ist ,

b) eine Sperrung einzurichten ist oder

c) es ausreichend ist, Hinweisschilder aufzustellen.  

In Ascheberg stehen mehrere tausend gemeindeeigene Bäume und sehr viele Eichen. Die Gemeinde bittet daher um Vorsicht und Rücksichtnahme im gesamten öffentlichen Bereich. Außerdem bittet Sie um Verständnis dafür, dass nicht alle Nester entfernt werden können.  Der Bauhof hat bereits an einigen Stellen Warnschilder aufgestellt und wird in den kommenden Tagen weitere Warnhinweise anbringen. Sollte es notwendig sein, werden besonders gefährdete Bereiche vorrübergehend gesperrt werden müssen. Hundebesitzer werden gebeten, mit Ihren Tieren die gefährdeten Bereiche zu meiden. 

Eine Ortsbesichtigung durch den Bauhof sowie die mögliche Bekämpfung erfolgen nach der Reihenfolge des Meldungseinganges bzw. nach dem Gefährdungsgrad. Falls ein Befall in einer öffentlichen Grünanlage festgestellt wird, steht in der Tiefbauabteilung folgende Ansprechpartnerin zur Verfügung:

 

Friederike Schulze Althoff

Tel.  02593 609-6614

› SchulzeAlthoff@ascheberg.de

 

Für den Fall der Feststellung von Eichenprozessionsspinnern auf einer privaten Eiche ist folgendes zu beachten: 

·         Befallene Eichen sollten mit Flatterband kenntlich gemacht werden.

·         Die  Nähe einer betroffenen Eichen sollte gemieden werden, da auch unterhalb des Baumes am Boden liegende Brennhaare zu allergischen Reaktionen führen können.

·         Die Raupen und die Nester sollten niemals berührt werden.

·         Das Entfernen der Raupen und der Nester sollte nur von Fachkräften durchgeführt werden.

·         Falls es trotzdem zu einem Hautkontakt gekommen ist, sollte es beim Auftreten der typischen Reaktionen (allergische Hautreaktionen, Bindehautentzündungen, Reizungen der Atemwege) vermieden werden, sich zu kratzen, da die Härchen dadurch tiefer in die Haut geraten. In diesen Fällen ist der Juckreiz mit kaltem Wasser zu lindern.

·         Falls die Brennhärchen ins Auge geraten sind, ist es mit viel Wasser auszuspülen. Ferner ist es ratsam, sich zu duschen, die Haare waschen und den Hausarzt zu informieren.

·         Da die Brennhärchen auch über Kleidung, Schuhe und sonstigen Bedarfsgegenstände des täglichen Lebens in die Wohnung getragen werden können, wird geraten, befallene Kleidung wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.

·         Auf Holzfällungs- und Pflegemaßnahmen an betroffenen Eichen sollte selbstverständlich verzichtet werden, solange Raupennester erkennbar sind. 

 

Ansprechpartner für die Presse:

 

Christian Scheipers

Gemeinde Ascheberg

Fachgruppe Tiefbau / Bauhof

Dieningstraße 7, 59387  Ascheberg

 

Telefon:     02593/609-6610

Fax:           02593/609-1099

 

E-Mail:       scheipers@ascheberg.de

Internet:     www.ascheberg.de

 

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schädling der Gattung der Falter, der sich inzwischen – wahrscheinlich infolge günstiger klimatischer Verhältnisse – auch in weiten Teilen von Europa verbreitet. Seit 2018 werden auch im Münsterland auffällig viele Nester dieser Tiere festgestellt. Das Problem: Die Raupen bilden ab dem dritten Larvenstadium (April, Mai, Juni) giftige Brennhaare aus, die für Menschen und Haustiere bei Kontakt gesundheitsschädlich sind und heftige allergische Reaktionen verursachen können.


Aus diesem Grund sind die Mitarbeiter eines beauftragten Schädlingsbekämpfungsunternehmens aktuell damit befasst, Eichenprozessionsspinner sowie ihre Nester an betroffenen Eichen im öffentlichen Verkehrsraum aufzuspüren und zu vernichten. Da es allerdings aufgrund der Vielzahl nicht möglich ist, nach Erhalt eines Hinweises die Schädlinge immer sofort zu bekämpfen, bringen Mitarbeiter des Bauhofs in vielen Fällen zunächst Warnhinweises an. Die eigentliche Bekämpfung erfolgt dann nach der Reihenfolge des Meldungseinganges bzw. nach dem Gefährdungsgrad.


Falls ein Befall in einer öffentlichen Grünanlage festgestellt wird, wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartnerinnen:


Friederike Schulze Althoff
Tel.: 02593 / 609-6614
› schulzealthoff@ascheberg.de  

Gisela Voß
Tel.: 02593 / 609-6612

› voss@ascheberg.de 

 

Wenn Eichenprozessionsspinner auf einer privaten Eiche festgestellt werden, beachten Sie bitte Folgendes:

    • Befallene Eichen sollten mit Flatterband kenntlich gemacht werden.
    • Die Nähe einer betroffenen Eiche sollte gemieden werden, da auch unterhalb des Baumes am Boden liegende Brennhaare zu allergischen Reaktionen führen können.
    • Die Raupen und die Nester sollten niemals berührt werden.
    • Das Entfernen der Raupen und der Nester sollte nur von Fachkräften durchgeführt werden.
    • Falls es trotzdem zu einem Hautkontakt gekommen ist, sollte es beim Auftreten der typischen Reaktionen (allergische Hautreaktionen, Bindehautentzündungen, Reizungen der Atemwege) vermieden werden, sich zu kratzen, da die Härchen dadurch tiefer in die Haut geraten. In diesen Fällen ist der Juckreiz mit kaltem Wasser zu lindern.
    • Falls die Brennhärchen ins Auge geraten sind, ist es mit viel Wasser auszuspülen. Ferner ist es ratsam, sich zu duschen, die Haare waschen und den Hausarzt zu informieren.
    • Da die Brennhärchen auch über Kleidung, Schuhe und sonstigen Bedarfsgegenstände des täglichen Lebens in die Wohnung getragen werden können, wird geraten, befallene Kleidung wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.
    • Auf Holzfällungs- und Pflegemaßnahmen an betroffenen Eichen sollte selbstverständlich verzichtet werden, solange Raupennester erkennbar sind.