10.04.2015

Projekt Duotonne startet

Altpapiertonne kann nach Leerung zur Entsorgung von Altkleidern genutzt werden

In der nächsten Woche startet in Ascheberg, Davensberg und Herbern das Projekt Duotonne – ein gemeinsamer Modellversuch der Gemeinde mit der Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld GmbH (WBC), bei dem die Altpapiertonne zweimal im Jahr auch für die Entsorgung von Altkleidern genutzt werden kann.  Wenn die Altpapiertonne am Dienstag (14.04) geleert worden ist, können bis zum Wochenende Altkleider, Alttextilien und Schuhe in Säcken in den Behälter gegeben werden. Am Samstag (18.04) erfolgt dann ab 6:00 morgens die erneute Abfuhr der Tonne. Die Verwaltung bittet alle Bürger, die Altkleider nicht lose in den Behälter zu werfen. Spezielle kostenlose Altkleidersäcke sind ab dem 08.04.2015  im Rathaus, bei Banken, Sparkassen und Lebensmittelmärkten erhältlich. Es können jedoch auch andere Säcke oder Beutel verwendet werden. Wichtig ist dabei, dass diese zugebunden sind. Schuhe sollen paarweise gebündelt oder zusammengebunden werden.

Gesammelt werden Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, Tisch-, Bett- und Hauswäsche, Handtücher, Vorhänge, Gardinen, Schuhe, Hüte, Mützen, Schals, Handschuhe, Taschen, Federbetten und Decken. Nicht in die Tonnen sollten bei dieser Leerung Lumpen, feuchte, stark verschmutzte oder schimmelige Ware sowie Heizdecken und selbstverständlich auch kein Altpapier. Letzteres müsste für die Zeit zwischen den beiden Leerungen zwischengelagert werden.

Die Sammelware aus den so genannten Duotonnen wird von der A&QUA GmbH (Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung mbH) übernommen. So, wie es bei allen anderen Altkleidersammlungen auch üblich ist, erfolgt zunächst eine Sortierung in verschiedene Qualitäten. Noch tragbare Ware kommt in Kleiderkammern, der Rest geht in Länder, in denen die Bevölkerung sonst nicht in der Lage wäre, hochwertige Textilien zu erwerben, sondern auf Billigware aus Asien zurückgreifen müsste. Nicht mehr tragbare Ware wird je nach Material stofflich verwertet, zum Beispiel zur Herstellung von Putzlappen, Dämmmaterial oder Vliesstoffen.  Der verbleibende Rest wird thermisch zur Energieerzeugung genutzt.

Dass dieses Modell kein Konkurrenzangebot zu den gemeinnützigen Sammlun-gen sein soll, versichert Stefan Bölte, Geschäftsführer der WBC.  „Wir wollen dadurch insbesondere Mengen erreichen, die bisher über gewerbliche Samm-lungen oder den Restmüll entsorgt werden.“ Wichtig ist: Schuhe und Alttextilien gehören grundsätzlich nicht in die Restmülltonne. Daher werden alternativ auch die Altkleidercontainer oder Straßensammlungen von karitativen Organisationen ausdrücklich empfohlen.

Wenn im Herbst die zweite Sammlung durchgeführt worden ist und auch die Ergebnisse aus Olfen und Coesfeld, die ebenfalls am Modell Duotonne beteiligt sind, vorliegen, wolle man dies zunächst mit allen Vor- und Nachteilen auswer-ten. Mit allen Kommunen im Kreis werde dann beraten, ob das Modell in den kommenden Jahren fortgeführt werden soll oder nicht.