Geschichtliches zur Gemeinde Ascheberg

Wappen Ascheberg

Wappen der Gemeinde Ascheberg

Blasonierung:
In Gelb ein aus einem gezinnten, mit drei gelben Kugeln belegten roten Schildfuß wachsender blauer Baum.

Begründung:
Durch die kommunale Neuordnung sind die Gemeinden Ascheberg und Herbern mit Wirkung vom 01.01.1975 zu einer neuen Gemeinde mit Namen Ascheberg zusammengeschlossen worden. Der Rat beschloss einstimmig am 31. Mai 1977, das 1962 genehmigte historische Wappen von Ascheberg geändert weiterzuführen, indem die Farbe des Baumes (Esche) - heraldisch unbedenklich - von Grün in Blau umgewandelt wurde, um so die Farben der früheren Gemeinde Herbern (Blau/Gelb) zu berücksichtigen. Der Baum und die Mauer nehmen als "redendes Symbol" auf den Ortsnamen Ascheberg Bezug, der urkundlich erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt wurde ("Ascasberg") und von Sprachforschern abgeleitet wird von althochdeutsch askin = Eschen. Die drei Kugeln sind auf das Geschlecht der Herren von Davensberg zurückzuführen, da nur diese das unverwechselbare Symbol der drei Kugeln auf rotem Grund führten. Der Regierungspräsident in Münster hat das Wappen am 16. Juni 1978 genehmigt.


Ortsgeschichte & Ortschaften

Die Gemeinde Ascheberg liegt in der münsterländischen Park- und Kulturlandschaft im Städtedreieck Dortmund - Hamm - Münster. Durch den Anschluss an die Autobahn A 1, die Kreuzung der Bundesstraßen B 54 und B 58 sowie zwei Bahnstationen, von denen die Züge im Stundentakt verkehren, ist eine optimale Verkehrsanbindung an das Oberzentrum Münster sowie das Ruhrgebiet gegeben.

Die Gemeinde hat noch mehr zu bieten: Jede der drei Ortschaften zeichnet sich durch besondere Merkmale und eigene Lebensart aus.

Gewachsene Strukturen wurden durch den Zusammenschluss der Gemeinde Ascheberg seit der kommunalen Neugliederung 1975 aus den Orten Ascheberg, Herbern und Davensberg übernommen und zu einer leistungsfähigen Gemeinde zusammengefügt. Heute leben und arbeiten hier ca. 15.200 Einwohner.


Die Pfarrkirche St. Lambertus

Der Zentralort Ascheberg ging aus einer Bauernsiedlung sächsischen Ursprungs hervor, die Mitte des 9. Jahrhunderts im Umfeld einer ludgerianischen Kirche entstand. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 890.
Ascheberg mit rund 8.100 Einwohnern ist unverkennbar geprägt durch sein Wahrzeichen, den 81 m hohen, neugotischen Turm der St. Lambertus-Kirche. Es handelt sich hierbei um eine gotische Hallenkirche, deren Chorraum 1740 durch Johann Conrad Schlaun gestaltet wurde.


Das Schloss Westerwinkel

Herbern wird geschichtlich erstmals um 889 in den Büchern des Klosters Werden an der Ruhr erwähnt. Siedlungsgeschichtlich bedeutsam war die alte Handelsstraße Münster - Dortmund - Köln, die durch Herbern führte und heute Bundesstraße 54 heißt. Als besondere Sehenswürdigkeiten von Herbern stellen sich die Wasserschlösser Westerwinkel und Haus Itlingen dar. Sehenswert ist auch die Pfarrkirche St. Benedikt, eine nachgotische Hallenkirche aus dem Jahre 1666, deren Außenbau um 1877 im neuromanischen Stil erfolgte.


Die Kirche St. Anna

Die erstmalige Nennung des Ortes Davensberg erfolgte 1263 und bedeutet "die an der Davert errichtete Burg". Von dieser Burg ist noch der Burgturm erhalten, in dem sich heute ein Museum befindet. Davensberg gilt als "das Tor zur Davert" im Süden, einem waldreichen Areal, das dem Großraum Münster und dem nördlichen Teil des Ruhrgebietes zur Naherholung dient. In bauhistorischer Hinsicht sind in Davensberg die Burgkapelle St. Anna, die u.a. einen berühmten Klappaltar von Brabender zu ihren Kostbarkeiten zählt, sowie die Reste des Herrensitzes Haus Byink.