Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schädling der Gattung der Falter, der sich inzwischen – wahrscheinlich infolge günstiger klimatischer Verhältnisse – auch in weiten Teilen von Europa verbreitet. Seit 2018 werden auch im Münsterland auffällig viele Nester dieser Tiere festgestellt. Das Problem: Die Raupen bilden ab dem dritten Larvenstadium (April, Mai, Juni) giftige Brennhaare aus, die für Menschen und Haustiere bei Kontakt gesundheitsschädlich sind und heftige allergische Reaktionen verursachen können.


Aus diesem Grund sind die Mitarbeiter eines beauftragten Schädlingsbekämpfungsunternehmens aktuell damit befasst, Eichenprozessionsspinner sowie ihre Nester an betroffenen Eichen im öffentlichen Verkehrsraum aufzuspüren und zu vernichten. Da es allerdings aufgrund der Vielzahl nicht möglich ist, nach Erhalt eines Hinweises die Schädlinge immer sofort zu bekämpfen, bringen Mitarbeiter des Bauhofs in vielen Fällen zunächst Warnhinweises an. Die eigentliche Bekämpfung erfolgt dann nach der Reihenfolge des Meldungseinganges bzw. nach dem Gefährdungsgrad.


Falls ein Befall in einer öffentlichen Grünanlage festgestellt wird, wenden Sie sich bitte an folgende Ansprechpartnerinnen:


Friederike Schulze Althoff
Tel.: 02593 / 609-6614
› schulzealthoff(at)ascheberg.de  

Gisela Voß
Tel.: 02593 / 609-6612

› voss(at)ascheberg.de 

 

Wenn Eichenprozessionsspinner auf einer privaten Eiche festgestellt werden, beachten Sie bitte Folgendes:

  • Befallene Eichen sollten mit Flatterband kenntlich gemacht werden.
  • Die Nähe einer betroffenen Eiche sollte gemieden werden, da auch unterhalb des Baumes am Boden liegende Brennhaare zu allergischen Reaktionen führen können.
  • Die Raupen und die Nester sollten niemals berührt werden.
  • Das Entfernen der Raupen und der Nester sollte nur von Fachkräften durchgeführt werden.
  • Falls es trotzdem zu einem Hautkontakt gekommen ist, sollte es beim Auftreten der typischen Reaktionen (allergische Hautreaktionen, Bindehautentzündungen, Reizungen der Atemwege) vermieden werden, sich zu kratzen, da die Härchen dadurch tiefer in die Haut geraten. In diesen Fällen ist der Juckreiz mit kaltem Wasser zu lindern.
  • Falls die Brennhärchen ins Auge geraten sind, ist es mit viel Wasser auszuspülen. Ferner ist es ratsam, sich zu duschen, die Haare waschen und den Hausarzt zu informieren.
  • Da die Brennhärchen auch über Kleidung, Schuhe und sonstigen Bedarfsgegenstände des täglichen Lebens in die Wohnung getragen werden können, wird geraten, befallene Kleidung wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Auf Holzfällungs- und Pflegemaßnahmen an betroffenen Eichen sollte selbstverständlich verzichtet werden, solange Raupennester erkennbar sind.